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Fakten, Tipps & Ideen Wissen & BildungFrédéric François Chopin
Frédéric François Chopin
1810–1849
Überblick

1810 Geboren am 22. Feb. oder am 1. März in Zela­zo­wa Wola, Polen; Sep.: Familie siedelt nach Warschau um 

1817
Schreibt Polonaise in g-Moll 

1818
Erster öffentlicher Auftritt 

1822
Beginnt Kom­­positions­studien 

1823–26
Schul­zeit in einem War­schau­er Lyzeum 

1829
Europa­tour­nee; kompo­niert das Klavier­konzert Nr. 2; ver­liebt sich in Kons­tancja Gladkowska 

1830
Debüt in Warschau mit dem Klavierkonzert Nr. 2; Erfolge in Wien 

1831
Ankunft in Paris; Freundschaft mit Liszt und dem Maler Delacroix 

1833
Spielt ein Benefizkonzert mit Liszt in Paris

1835
Besuch in Dresden; verliebt sich in Maria Wodzinska 

1836
Lernt die Dichterin George Sand kennen 

1837
Ende der Verbindung mit Wodzinska; arbeitet an der Trauermarsch­sonate; Englandreise 

1838
Beziehung mit George Sand, Umzug nach Mallor­ca, Krankheit 

1841
Komponiert die Fantasie in f-Moll 

1844
Sonate in h-Moll vollendet 

1845
Probleme in der Beziehung zu George Sand; arbei­tet an 24 Préludes 

1848
Unternimmt trotz Krankheit Eng­landtournee, spielt vor Queen Victoria 

1849
Stirbt am 17. Okt.; Begräbnis auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris


Chopin war einer der ganz großen Komponisten von Klaviermusik. In Warschau aufgewachsen, eroberte er Paris mit seinen Volks­tän­zen, brillanten Kla­vierkonzerten und geistreichen Etüden.

Chopins Werke waren stark von sei­ner polnischen Heimat beein-flusst. Dort entdeckte er seine Liebe zum Klavier­spiel und er wurde zur musi­ka­lischen Stimme seiner Nation.

Die meiste Zeit des Erwachsenen­lebens verbrachte Frédéric Chopin in Paris, doch die musikalische Inspira­tion für seine Werke bezog er aus der polni­schen Heimat. Vor allem die Tanz­rhyth­men der Mazurka und der Polonaise sowie die zarte Wehmut der Volksmusik Polens fing Chopin in seinen einzigartigen Klavierstücken ein. Obwohl ihm in Wien bereits früh großer Erfolg als Pianist zuteil geworden war, verließ er sein geliebtes Warschau auch in der Zeit der russischen Besetzung nicht. Vielleicht hielt ihn aber auch seine erste große Lie­be zur Sängerin Konstancja Gladkows­ka.

Frühe Kompositionen
Der Sohn einer gebildeten jungen Frau und eines in Polen lebenden Franzosen zeigte schon mit sechs Jahren sein Talent, als er erste Klavierstunden bekam. Mit zwölf Jahren war Chopin bereits am War­schauer Konservatorium eingeschrieben. Seine ersten Kompositionen klangen viel versprechend und sein Klavierspiel hatte alle Anzeichen der Sensibilität, für die er später berühmt wurde. Chopin war ein zerbrechliches Kind und als junger Mann bildeten sich kränkelnd blasse, ausgemer­gelte Gesichtszüge heraus.

Pariser Erfolge
Mit 21 Jahren reiste Chopin über Lon­don nach Paris – eine Stadt, die in den folgenden 18 Jahren seinen Lebensmit­telpunkt bilden sollte. Als Komponist und Virtuose wurde er in den Salons der Reichen stürmisch gefeiert. Alles, was Rang und Namen hatte, wollte ihn – und andere Musiker wie Liszt und Kalkbrenner – spielen hören. Cho­pins Walzer, Nocturnes, Etüden und all die weiteren kurzen Klavierstücke eigneten sich perfekt für die Dar­bietung vor kleinem Publi­kum. Auftritte in großen Konzer­t­sälen vermied der empfindliche Künstler.

Liebe und Tod
Paris brachte Chopin nicht nur Erfolg – dort fand er auch seine große Liebe. Die Affäre mit Maria Wodzinska verblasste gerade, als Aurore Dudevant, besser bekannt unter dem Poeten-Pseudonym George Sand, in sein Leben trat. Während dieser nicht nur glücklichen Beziehung entstanden viele seiner besten Werke. Sie sind sorgfältig gearbeitet und klingen dennoch so spontan, als wären sie improvisiert. Die Zigaretten rauchende Sand, sechs Jahre älter als der Pianist, erwiderte Chopins Ergebenheit nicht, sondern hegte eher mütterliche als leidenschaftliche Gefühle für ihn. Oft entzweiten sie ihre unterschiedlichen Charaktere: Ihr Freiheitsdrang und sein Traditionalismus waren Quelle dauernder Differenzen. Dem Wahnsinn nahe traf Chopin George Sand 1848 das letzte Mal. Nachdem er sich von ihr getrennt hatte, komponierte er fast nichts mehr. Desillusioniert und gesundheitlich zerbrochen starb er 1849. Paris geleitete ihn unter großer Anteilnahme der Bevölkerung – und zu den Klängen von Mozarts Requiem – zur letzten Ruhe. Chopin nahm eine Locke seiner angebeteten George Sand mit ins Grab.

   




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