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Fakten, Tipps & Ideen Wissen & BildungPeter Ilijitsch Tschaikowsky
Peter Ilijitsch Tschaikowsky
1840-1893
Überblick

1840 Geboren am 7. Mai in Wotkinsk im westlichen Ural 

1850
Besucht ein Internat in St. Peters­burg 

1854
Tod der Mutter 

1859
Erhält Stelle im Justizministerium 

1861
Beginnt Har­monielehre­studien 

1863
Verlässt das Justizministerium, um sich der Musik zu widmen 

1866
Zieht nach Moskau, unterrichtet am Konser­vatorium; kompo­niert die Symphonie Nr. 1 

1869
Schreibt die Fantasieouvertüre Romeo und Julia, eines seiner ersten Meisterwerke 

1876
Vollendet Schwanensee; hört Georges Bizets Oper Carmen in Paris; trifft Liszt in Bayreuth

1877
Heiratet An­tonia Miljukowa; Na­deschda von Meck wird seine Mäzenin 

1878
Tritt als Leh­rer des Moskauer Kon­servatoriums zu­rück; lebt einige Zeit in Florenz 

1880
Schreibt die Ouvertüre »1812« 

1881
Die Schei­dung von seiner Frau tritt in Kraft 

1883
Besucht Berlin und Paris 

1888
Unternimmt eine Konzertreise durch Europa; be­gegnet Brahms 

1889
Zweite Konzertreise 

1890
Ende der Be­ziehung zu Na­deschda von Meck 

1891
Erfolg und Ruhm in den USA 

1892
Mit­glied der Académie Française 

1893
Stirbt am 6. Nov.


Tschaikowskys Werke ge­hören zur romantischsten Musik, die je geschrieben wurde. In ihnen spiegelt sich sein gefühlvolles Tem­perament und die Seelen­qua­len seines unruhigen Lebens.

Tschaikowsky überwand Scheu und Überempfindlichkeit seiner Ju­gend­jahre, indem er sie zur kreativen In­s­piration für seine höchst gefühl­vollen und viel geliebten Werke werden ließ.

Als Sohn eines Staatsbeamten wuchs Tschaikowsky in einer Familie ohne musikalische Ambi­tio­nen auf und schaffte es dennoch binnen kurzer Zeit zum berühmtesten russischen Kompo­nisten seines Jahrhunderts aufzu­stei­gen.

Beamtenlaufbahn im Blick
Obwohl sich sein musikalisches Talent früh zeigte, schickte der Vater den zehnjährigen Tschaikowsky zum Studium des Rechtes in eine Petersburger Schule und trennte ihn so früh von seiner geliebten Mutter. Sein Interesse galt aber weiterhin der Musik und so teilte er seine Zeit zwi­schen der Kunst und dem Unterricht. Als seine Mutter an Cholera starb, versetzte dies dem sensiblen 14-Jährigen einen tiefen Schock. Er nahm eine Stelle als Rechtsanwaltsgehilfe an, brach die Tätig­keit aber voller Unwillen ab und widmete sich nun gänzlich der Musik. Es gelang ihm, dank seiner profunden Kenntnisse eine Professur am Moskauer Kon­servatorium zu bekommen und begann zu komponieren. Seine Fantasieouvertüre Romeo und Julia erntete großen Applaus und machte seinen Namen bekannt.

In seelischen Nöten
Tschaikowskys Homosexualität erschwerte ihm den Kontakt zu Frau­en und brachte ihn gesell­schaft­lich in Schwierigkeiten. Um den Schein bürgerlicher Norma­lität zu wahren, heiratete er kurz­entschlossen eine Verehrerin, die ihm kurz zuvor einen begeisterten Brief geschrieben hatte. Doch schon sehr bald entpuppte sich das Le­ben mit seiner Frau für Tschai­kowsky als Hölle. Er be­gann zu trinken verbrachte die Näch­te beim Ze­chen. Schließlich sah er keinen an­deren Ausweg als den Selbst­mord. Der Versuch misslang. Tschaikowsky erholte sich, trennte sich nun von seiner Frau und erreichte später die Scheidung. Zu dieser Zeit trat eine neue Frau – auf ganz andere Weise – in sein Leben: die wohl­habende Witwe Nadeschda von Meck, die sich seiner Kunst als Mäzenin annahm.

Der intensive Aus­tausch mit Na­desch­da von Meck gab Tschaikowsky emotionale Si­cherheit, ohne ihn mit den Bedräng­nissen einer Be­zie­hung zu kon­frontieren.


Fortuna lächelt
Damit war er seiner finanziellen Probleme enthoben. Er hörte auf zu unterrichten und verwendete nun seine ganze Zeit aufs Komponieren. Mit solch unterschiedlichen Werken wie der Symphonie Nr. 1, dem Ballett Schwanensee und der Ouvertüre »1812« im Gepäck begann er eine Reise durch Europa, später sogar durch Amerika, wo er als Dirigent in der Carnegie Hall gastierte. Sein Renommee als Komponist wuchs, auch wenn nicht alle seine Werke gleichermaßen die Gunst des Pub­likums gewannen. Als er aber seine letzte große Symphonie Nr. 6 voll­endet hatte, war er der bekannteste russische Kompo­nist. Kurze Zeit nach der Uraufführung der Symphonie 1893 starb Tschai­kowsky unter bis heute nicht gänzlich geklärten Umständen.
   




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